Bald nur noch 60 Minuten? FIFA diskutiert kontroverse Regeln

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Bald nur noch 60 Minuten? FIFA diskutiert kontroverse Regeln


Könnte ein Spiel schon bald nur noch 60 Minuten dauern. © APA/afp / INA FASSBENDER

Laut übereinstimmenden Berichten testet die FIFA im Jugendbereich fünf potenzielle Regeländerungen. Darunter befinden sich sowohl Eingriffe in die Spielzeit als auch in die Handhabung von Standardsituationen.
19. Juli 2021

Autor: nie

Ob Videobeweis oder Handspiel, ob Torlinientechnik oder Abseits – seit jeher gab es einschneidende Regeländerungen in der Welt des Fußballs. Die einen wurden auf Anhieb akzeptiert, andere mussten sich ihre Daseinsberechtigung erst erarbeiten und werden heute noch heiß diskutiert. Nun möchte der Weltverband erneut eine Revolution des Fußballs einläuten und testet im Zuge eines Jugendturniers fünf neue Regeln, die später Platz im professionellen Fußball finden könnten.Im Rahmen des „Futur of Soccer Cup“ treten die Jugendmannschaften von PSV Eindhoven, AZ Alkmaar, RB Leipzig und Membership Brügge an. Die wohl größte Änderung, die in der Folge des Turniers angewandt wird, betrifft die Spielzeit. Um auch bei jüngeren Menschen Anklang zu finden, möchte die FIFA die reguläre Spielzeit von 90 Minuten auf insgesamt 60 Minuten (2 x 30 Minuten) verringern. Darüber hinaus soll als weitere Änderung die Zeit bei jeder Spielunterbrechung angehalten werden. Dies soll verzögernde Spielelemente wie das Zeitspiel verhindern. Mit der bisherigen Regelung bleiben im Durchschnitt nur rund 57 Minuten reine Spielzeit aufgrund des Zeitspiels übrig.
Dribbling beim Eckstoß
Eine weitere große Änderung könnte die Ausführung von Standardsituationen betreffen. So sollen beispielsweise Einwürfe durch Einschüsse ersetzt werden. Eckstöße soll man sogar durch ein Dribbling alleine ausführen können, es ist kein zweiter Spieler mehr zur Wiederaufnahme des Spiels nötig.Im Zuge der COVID-19-Pandemie wurden die möglichen Einwechslungen von drei auf fünf Spieler erhöht. Dies soll ein weiteres Mal bearbeitet werden, die FIFA versucht sich an der Möglichkeit von einer unbeschränkten Einwechslungsanzahl. Des Weiteren sollen Verwarnungen durch eine Gelbe Karte mit Strafzeiten von fünf Minuten ausgetauscht werden. Wie sieht die Zukunft der Gelben Karte aus? © APA/afp / JULIO MUNOZ
Inwiefern die FIFA die angedachten Änderungen auch im Profi-Fußball testen (geschweige denn anwenden) will, bleibt aber abzuwarten. Wie in bereits vorangegangenen Neuerungen im Fußball versucht sich die FIFA vor allem dem amerikanischen Markt zu öffnen. Hinweise darauf sind beispielsweise die Einführung der Netto-Spielzeit oder auch unbeschränkten Einwechslungen. Die Meldungen darüber sorgen jedenfalls bereits jetzt für viel Aufruhr in den Sozialen Medien.

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